ProzessVision
Schritt 01 · Zielbild

Dein Bauplan für die Zukunft.

Von der 360°Me-Perspektive zur persönlichen Vision.

Stell dir vor, du betrittst ein helles Atelier. Auf dem Arbeitstisch liegen fünf Skizzen — jede zeigt eine Facette deiner Persönlichkeit. Manche detailliert, andere noch grob entworfen. Räume, Türen, Fenster — Bauteile deines Lebenshauses.

Du legst die Skizzen nebeneinander, vergleichst Linien, fügst sie zu einem Ganzen. Aus vielen Fragmenten entsteht ein Bauplan — das Bild deiner Vision.

9Schritte
~60Minuten
3Leitworte
6BRIDGE-Räume
Vorbereitung

Was du brauchst,
bevor du beginnst

~60 MinEine ruhige Stunde, ohne Unterbrechung
360°Me-CanvasDie sechs ausgefüllten Canvas vor dir
Bunte StifteZum Markieren von Mustern und Spannungen
HaftnotizenEin Block für deine Bausteine
Der Weg

Vier Phasen, neun Schritte.

Vom Sichten der Skizzen bis zum Schild am Eingang deines Hauses — jede Phase legt den Grundstein für die nächste.

APhase A

Sammeln

Schritte 1 – 3
BPhase B

Wählen

Schritt 4
CPhase C

Gestalten

Schritte 5 – 6
DPhase D

Verankern

Schritte 7 – 9
APhase A · Skizzen sichten

Vom vielen zum wesentlichen.

Du beginnst auf dem grossen Tisch. Sechs Canvas, viele Linien, viele Worte. Die ersten drei Schritte verdichten das Material — bis nur noch das übrigbleibt, was wirklich tragen kann.

Schritt 1

Überblick schaffen

Lege deine fünf Canvas wie Baupläne nebeneinander und geh sie in Ruhe durch. Streiche alle Wörter an, die dir wichtig erscheinen, und verwende dafür unterschiedliche Farben — so sammelst du das Rohmaterial für deine Vision.

Tipp: Blau für Energie, Grün für Ruhe, Rot für Spannungen — so erkennst du Muster auf den ersten Blick.

Schritt 2

Bausteine sortieren

Jedes markierte Wort wird ein Baustein. Schreibe es auf eine Haftnotiz, ordne sie, entferne Dubletten. Am Ende bleibt ein Stapel klarer, kräftiger Steine.

Das sind die Rohmaterialien deiner Vision — bereit, zu Räumen zusammengefügt zu werden.

Schritt 3

Räume gestalten

Fasse deine Bausteine zu drei bis fünf Räumen zusammen — jeder Raum steht für ein Thema, das dir gerade wichtig ist, zum Beispiel Klarheit, Verbundenheit oder Wirkung. Gib jedem Raum unten einen prägnanten Titel als Leitwort.

Räume, die nicht zu deinem Haus passen, dürfen draussen bleiben.

Schritt 3 · Räume gestalten

Deine Räume — gib 3 bis 5 Titel

1
2
3
4
5
BPhase B · Schritt 4

Die drei tragenden Säulen.

Wähle drei Begriffe, die dein Haus wirklich tragen. Spürst du ein inneres „Ja“? Hält das Wort im Alltag stand? Passt es noch in fünf Jahren? Lies sie laut — klingen sie rund, merkfähig, kräftig?

AWort A
BWort B
CWort C
Alltagstest

Wo zeigt sich das Wort morgen ganz konkret?

Langzeittest

Ist es in fünf Jahren noch gültig?

Klangprobe

Klingen die drei Worte rund und merkfähig?

CPhase C · Schritte 5 & 6

Räume mit Leben füllen.

Drei Worte sind gewählt — jetzt bekommen sie Gestalt. Erst durch Bilder, dann durch Sätze in den sechs BRIDGE-Räumen.

Schritt 5 · Moodboard

Fenster mit Ausblick

Öffne die Fenster deines Hauses. Suche Bilder, die zu deinen drei Worten passen, und lege sie zusammen. Dieses Moodboard zeigt, welche Stimmung in deinem Haus herrschen soll: hell, leicht, kräftig, vertrauensvoll.

Notiere: Warum dieses Bild? Welche Emotionen weckt es? Welche Alltagsszene drückt es aus?

Leitwort 1Leitwort 2Leitwort 3
Dein Moodboard · max. 6 Bilder0 / 6 Bilder

Füge Bilder aus dem Netz ein (URL) oder lade eigene hoch. Diese erscheinen weiter unten zusammen mit deiner Vision — als stimmiges Gesamtbild zum Ausdrucken.

6Schritt 6 · BRIDGE-Spiegel

Räume ausstatten — Satz für Satz.

So gehst du vor: Wähle bei jedem Satz im Auswahlfeld das Leitwort, das am besten passt. Hake dann die Sätze an, die zu dir passen — sie erscheinen weiter unten im Vision-Bereich, wo du sie zu 2–4 stimmigen Visionssätzen verdichtest.

Leitwort 1Leitwort 2Leitwort 3

Trage deine drei Leitworte oben in Schritt 4 ein — sie erscheinen dann automatisch am Anfang der Sätze.

BSein · Being

Wer ich bin

  • prägt meine innere Haltung, indem ich mir selbst mit mehr Ruhe, Klarheit und Vertrauen begegne.

  • stärkt mein Selbstbild, weil ich erkenne, wer ich bin und wofür ich stehen möchte.

  • lässt mich im Alltag spüren, dass ich mir selbst treu bleiben und bewusst handeln kann.

RBeziehungen · Relating

Wie ich verbunden bin

  • prägt meine Beziehungen, indem ich anderen offen, ehrlich und auf Augenhöhe begegne.

  • wird sichtbar, wenn ich mit anderen in echter Verbindung bin und mich zugleich selbst nicht verliere.

  • stärkt meine Verbindung zu anderen, weil ich Nähe, Vertrauen und gegenseitige Entwicklung bewusster gestalte.

IAusrichtung · Intention

Wofür ich stehe

  • gibt mir Richtung, wenn ich Entscheidungen treffe, die mit meinem inneren Kompass übereinstimmen.

  • zeigt sich in meinen Entscheidungen, indem ich mich an Sinn, Klarheit und Verantwortung orientiere.

  • hilft mir, Prioritäten zu setzen, weil ich bewusster erkenne, was wirklich wesentlich ist.

DWirken · Doing

Was ich tue

  • wird sichtbar, indem ich meine Erkenntnisse in konkrete Schritte und wirksames Handeln übersetze.

  • treibt mich an, wenn ich Verantwortung übernehme und Dinge gestalte, die mir wirklich wichtig sind.

  • zeigt sich in meinen Projekten durch Klarheit, Verlässlichkeit und den Mut, ins Tun zu kommen.

GWachstum · Growth

Wie ich mich entwickle

  • wächst, wenn ich offen bleibe, Neues ausprobiere und aus meinen Erfahrungen lerne.

  • zeigt sich in meinem Lernen, indem ich neugierig bleibe und Herausforderungen als Entwicklungschancen nutze.

  • gibt mir Energie für Neues, weil ich Entwicklung als lebendigen Teil meines Lebens verstehe.

EGesundheit & Alltag · Embodiment

Wie es sich anfühlt

  • fühlt sich im Alltag so an, dass ich mehr bei mir, in meinem Körper und in meiner Lebenskraft ankomme.

  • zeigt sich in meinen Routinen, wenn ich gut für meinen Körper, meine Energie und mein Wohlbefinden sorge.

  • wird im Körper spürbar, indem ich achtsamer wahrnehme, was mich stärkt, nährt und lebendig macht.

DPhase D · Schritte 7 – 9

Vom Entwurf zum Schild am Eingang.

Die Räume sind eingerichtet. Jetzt schreibst du das Bild, in dem du schon lebst — und gibst ihm einen Namen.

Schritt 7 · Vision entwerfen

Der Entwurf steht

Formuliere deine Vision in 2–4 Sätzen im Präsens. Verwende deine drei Leitworte als roten Faden. Lass dich vom Moodboard inspirieren, als würdest du die Atmosphäre deines Hauses beschreiben. Klar. Lebendig. Inspirierend.

Schritt 8 · Qualitätscheck

Stabilität prüfen

Lies deine Vision laut. Klingt sie rund? Verständlich? Motivierend? Streiche überflüssige Wörter, bis sie wie eine klare Bauzeichnung wirkt. Vier Kriterien helfen dir dabei — siehe unten.

Schritt 9 · Titel & Anker setzen

Dein Namensschild am Haus

Gib deiner Vision einen Titel oder ein Motto — das Schild am Eingang deines Hauses. Drucke sie mit deinem Moodboard aus und hänge sie sichtbar auf. So wird sie zum täglichen Anker.

Klarheit bestimmt meine Entscheidungen, Vertrauen trägt meine Beziehungen und Lebendigkeit erfüllt meinen Alltag. Ich lebe im Einklang mit mir selbst und schenke meinem Umfeld Orientierung und Energie.
Deine Vision · Jetzt formulieren

Schreibe deine eigene Vision.

Trage deine drei Leitworte ein und formuliere deine Vision in 2–4 Sätzen im Präsens. Die Vorschau zeigt sie dir wie ein „Schild am Eingang“ — bereit zum Drucken oder als PDF speichern.

Vorschau · Gesamtbild zum Ausdrucken
Hier erscheint deine Vision, sobald du sie schreibst …
In My Journey übernehmen
Qualitätscheck

Vier Kriterien für eine tragende Vision

Prüfe deinen Entwurf — und schleif ihn so lange, bis alle vier sitzen.

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